Die Grundschule Heidmühle gibt sich 5 Schulregeln. Diese Schulregeln sind von
allen einzuhalten. Die ergänzenden Unterpunkte sind nicht als abschließende
Aufzählung, sondern als Beispiele zu verstehen. Es erfolgt eine schriftliche
Dokumentation der Regelverstöße.
Die Klassenlehrerin kann bei wiederholten Verstößen oder bei der Null-Toleranz-
Grenze in Absprache mit der Schulleitung eine Klassenkonferenz einberufen.
Gegebenenfalls werden Ordnungsmaßnahmen nach § 61 NSchG beschlossen. Bei
Verstößen gegen die Schulregeln im Fachunterricht oder während der Aufsichten
erfolgt im Sinne der Transparenz, je nach Ermessen der Fachlehrkraft, eine
Nachricht an die Klassenlehrerin.

Regel 1: Ich bin freundlich, friedlich und fair.
 - Ich höre aufmerksam zu.
 - Ich grüße freundlich.
 - Ich schaue, ob jemand meine Hilfe braucht und biete sie dann an.
 - Ich kann nicht nur immer Hilfe und Angebote in Anspruch nehmen, ich bringe mich auch selber in die Gemeinschaft mit ein.
 - Ich halte mich an die vereinbarten Klassen- und Schulregeln.
 - Manchmal muss ich mich auch zurücknehmen und eventuell abwarten.
 - Ich bringe allen Menschen Respekt entgegen, denn den erwarte ich ja auch.
 - Kleine Streitereien versuche ich selbst zu lösen.
 - Ich halte eine geringe Lautstärke ein, damit niemand sich gestört fühlt.
 - Ich sage immer die Wahrheit und gebe gegebenenfalls die eigene Schuld zu, auch wenn es schwerfällt. Denn aus Fehlern kann ich auch lernen.
 - Ich provoziere andere nicht, weder durch mein Verhalten noch mit Worten.
 - Ich komme anderen Menschen nicht zu nahe und nehme sie nicht ungefragt in den Arm oder berühre sie einfach.

Konsequenz 1: mündliche Ermahnung / ggf. Notiz und Dokumentation
Konsequenz 2: Gespräch mit Perspektivenwechsel / ggf. Pausenauszeit
Konsequenz 3: Stoppkarte / Abschreiben der Schulregeln mit Unterschrift der Eltern
Konsequenz 4: Elterninformation /-gespräch

Null-Toleranz-Grenze: Beleidigungen und respektloses Verhalten gegenüber allen in der Schule tätigen, erwachsenen Personen.


Regel 2: Ich löse Streit nur mit Worten.
 - Ich haue und schlage (kratze, beiße, kneife, ..…) nicht.
 - Ich lasse mich auf ein Streitschlichtungsgespräch ein und laufe nicht weg/entziehe mich nicht.
 - Ich kenne erste Strategien zum Lösen von Konflikten.
 - Ich nehme mich zurück.
 - Ich denke über mein Verhalten und dessen Konsequenzen nach.
 - Ich lasse mich nicht provozieren und provoziere nicht.
 - Ich achte auf meine Wortwahl, ich benutze keine Schimpfwörter.
 - Ich bemühe mich um eine ehrliche Lösung des Streits.
 - Ich sage die Wahrheit.

Konsequenz 1: Gespräch / Entschuldigung
                           - Hand reichen
                           - Benennung alternativer Verhaltensweisen
Konsequenz 2: Pausenzeit / Stoppkarte / Abschreiben der Schulregeln mit Unterschrift der Eltern
Konsequenz 3: Elterninformation /-gespräch

Null-Toleranz-Grenze: Gewalt gegenüber allen in der Schule tätigen, erwachsenen Personen. Massive und vorsätzliche Gewalt allen Personen gegenüber. Dies führt zu
einer sofortigen Klassenkonferenz.

Regel 3: Ich halte Ordnung und habe alle Materialien dabei.
 - Ich kontrolliere täglich mein Klemmbrett (Zettel abgeben und abheften).
 - Ich halte meinen Schulranzen sauber und ordentlich. Der Schulranzen ist kein Mülleimer für Anspitzerreste, Schnipsel usw.
 - Ich hänge meine Jacke an meinen Haken und meine Hausschuhe kommen in meinen Beutel.
 - Ich räume meinen Platz nach Schulschluss ordentlich auf (Platz für Ranzen festlegen).
 - Ich gehe mit allen Dingen überall in der Schule ordentlich um und halte Ordnung (allgemeine Ordnung und Achtsamkeit in Klassen- und Fachräumen und auf den Fluren).
 - Ich bereite mich auf den Unterricht vor (vor den Unterrichtsstunden und Schulranzencheck zuhause).
 - Ich suche gründlich, wenn ich etwas nicht finden kann.
 - Ich leihe mir nur etwas gegen ein Pfand aus.
 - Ich weiß, wie man Ordnung hält.
 - Ich lege nur Dinge in mein Fach, die da auch hingehören.
 - Ich räume regelmäßig mein Fach, meinen Platz, meinen Ranzen, meine
 - Tuschsachen und meine Garderobe auf. Was ich nicht brauche, kommt weg!

Konsequenz 1: schriftliche Erinnerung (Hausaufgabenplaner) / ggf. Notiz und Dokumentation
Konsequenz 2: Pausenauszeit / Stoppkarte / Abschreiben der Schulregeln mit Unterschrift der Eltern
Konsequenz 3: Elterninformation /-gespräch


Regel 4: Ich gehe sorgsam mit fremdem und eigenem Eigentum um.
 - Damit es in der Schule ordentlich aussieht, stelle ich meine Straßenschuhe im
Flur ordentlich nebeneinander unter die Ablage. Die Hausschuhe gehören in
den Pausen nebeneinander auf die Ablage und am Ende der Schule in den
Beutel.
 - Ich beachte die Toilettenregeln und verlasse die Toilette sauber und ordentlich.
Das Händewaschen nach dem Toilettengang vergesse ich nicht!
 - Geliehene Sachen, z.B. von Freunden, der Lehrkraft oder aus dem Spielehaus
gebe ich heile und ordentlich zurück.
 - Ich zerstöre keine eigenen und fremden Werkstücke. Ich bin vorsichtig mit eigenem und fremdem Eigentum und schätze es wert.
 - Ich nehme anderen Menschen nichts weg und frage höflich, wenn ich mir etwas ausleihen möchte.
 - Beim Kleben benutze ich eine Unterlage.
 - In fremden Klassenräumen bin ich Gast und verhalte mich zurückhaltend.
 - Den eigenen und fremden Klassenraum behandle ich vorsichtig und halte Ordnung. Meinen Stuhl schiebe ich am Ende des Schultages ordentlich an den Tisch oder stelle ihn hoch.
 - Mit dem Pausenhof unserer Schule und allen sich darauf befindlichen Pflanzen gehe ich vorsichtig und behutsam um. Die Beete betrete ich nur zur Pflege oder nach Aufforderung.
 - Ich schreibe und male nicht in fremde Hefte oder auf den Tisch. Wenn doch etwas passiert ist, reinige ich es schnellstmöglich und/oder bitte um Entschuldigung.

Konsequenz 1: Gespräch mit Kind
                          - Entschuldigung
                          - Benennung alternativer Verhaltensweisen
Konsequenz 2: Pausenauszeit / Stoppkarte / Abschreiben der Schulregeln mit Unterschrift der Eltern
Konsequenz 3: Elterninformation /-gespräch
                          - ggf. Neuanschaffung

Null-Toleranz-Grenze: Mutwillige Zerstörung von fremdem Eigentum.


Regel 5: In der Schule höre ich auf alle (dort arbeitenden)
Erwachsenen.

 - Ich verlasse sowohl am Vor- als auch am Nachmittag nicht das Schulgelände.
 - Ich halte mich an Klassen-, Schul- und Gesprächsregeln.
 - Ich habe Respekt vor jedem an der Schule (Lehrer, Hausmeister, Reinigungskräfte, pädagogische MitarbeiterInnen, VertretungslehrerInnen, MitschülerInnen, etc.)
 - In Konfliktsituationen laufe ich nicht davon, sondern kläre die Situation zuerst.
 - Ich strenge mich im Unterricht an.
 - Ich höre zu.
 - Ich erledige die Aufgaben, die mir gestellt werden.

Konsequenz 1: mündliche Ermahnung / Gespräch
Konsequenz 2: Pausenauszeit / Stoppkarte / Abschreiben der Schulregeln mit Unterschrift der Eltern
Konsequenz 3: Elterninformation /-gespräch

Null-Toleranz-Grenze: Kind verlässt das Schulgelände/Schulgebäude (Benachrichtigung der Polizei).

Die Klassenlehrerin hat bei Verstößen zusätzlich die Möglichkeit Erziehungsmittel
anzuwenden. Hier eine beispielhafte Aufführung. Auch diese Auflistung ist nicht abschließend:
- Wiederholung nachlässig gefertigter Arbeiten
- Zusätzliche häusliche Übungsarbeiten
- Besondere schulische Arbeitsstunden unter Aufsicht
- Mündlicher Tadel mit schriftlichem Vermerk
- Wiedergutmachung eines angerichteten Schadens
- Auferlegung besonderer Pflichten
- Verweisung aus dem Unterrichtsraum
- Ausschluss von schulischen Veranstaltungen
- Vorrübergehende Wegnahme von Gegenständen, die dazu neigen den
Unterricht zu stören oder andere Personen zu verletzen.

Bei wiederholten Verstößen werden in einer Klassenkonferenz gegebenenfalls Ordnungsmaßnahmen nach § 61 NSchG beschlossen. Als Ordnungsmaßnahmen sieht das Niedersächsische Schulgesetz folgende Maßnahmen abschließend vor:

1. Ausschluss vom Unterricht in einem oder in mehreren Fächern oder ganz oder teilweise von dem den Unterricht ergänzenden Förder- oder Freizeitangebot bis zu einem Monat,
2. Überweisung in eine Parallelklasse.
3. Ausschluss vom Unterricht sowie von dem den Unterricht ergänzenden Förder-
und Freizeitangebot bis zu drei Monaten,
4. Überweisung an eine andere Schule derselben Schulform oder, wenn eine
solche Schule nicht unter zumutbaren Bedingungen zu erreichen ist, an eine
Schule mit einem der bisherigen Beschulung der Schülerin oder des Schülers
entsprechenden Angebot.
5. Verweisung von der Schule.
6. Verweisung von allen Schulen (Genehmigung der Schulbehörde!).